Die Verdorbenheit Korinths (2)

Das antike Korinth erinnert an heutige Großstädte


Soziale Gegensätze im antiken Korinth
Die Mehrheit der Gemeinde bestand aus Angehörigen der Unterschichten, (1. Kor. 1,26-28), aber auch aus wohlhabenden Mitgliedern (2.Korinther 8,14). Reichere Gemeindemitglieder, die frei über ihre Zeit verfügen konnten, kamen früher zu den Gemeindeversammlungen und wurden dort von den ebenfalls wohlhabenden Gastgebern zuvorkommend bewirtet. Die ärmeren Gemeindemitglieder, auch Sklaven, mussten erst ihre Arbeit zu Ende bringen und bekamen nur noch die Reste. Das Abendmahl war damals mit einer üppigen Sättigungsmahlzeit verbunden (1. Kor. 11,18-22.30f.). Das war lieblos und Paulus sagt, so kann man das Abendmahl nicht feiern.


Götzenopferfleisch
Fleisch war für die Ärmeren nur erschwinglich, wenn es auf dem Fleischmarkt (1. Kor. 10,25) gekauft wurde, wo Fleisch verkauft wurde, welches zuvor heidnischen Götzen geopfert wurde. 1. Korinther 10,25f.


Prostitution/Hurerei (gr. porneia)
z.B. Tempelhuren im Aphrodite Tempel 1. Kor. 6,9f.
Plato sagte „korinthisches Mädchen“, wenn er eine Dirne meinte.
„Alles ist erlaubt“ war eine Parole der Korinther. Die Korinther setzten den Trieb zu essen, gleich mit dem Trieb nach Sexualität und erklärten so die Prostitution zu einer erlaubten Befriedigung natürlicher Triebe. 1. Kor. 6,12-20


Unzucht/Sittenlosigkeit
Auch in der Gemeinde: 1. Kor. 5, 1-8

Erkenntnissucht
1Kor. 1,22. Es gab viele Weisheitslehrer. Männer mit scharfem Verstand aber mit spitzer Zunge, Geistesakrobaten mit glänzender Rhetorik und die nach der Bewunderung ihrer Zuhörer strebten: 1. Kor. 2 und 1. Kor. 1,18-30

Zitat des griechischen Rhetors Dion Chrysostomos (Der Rhetor war bei den antiken Griechen ein Redner oder – als Rhetoriker – ein Lehrer der Beredsamkeit):
„Sie quaken wie die Frösche im Sumpf; sie sind die verderbtesten Menschen, weil sie sich für weise halten, obwohl sie nichts wissen; sie stellen sich und ihre Schüler zur Schau wie Pfauen ihre Schwanzfedern“.
Plutarch sagte:
„Sie sprechen mit süßen, rhythmischen, modulierenden, klangvollen Stimmen“. Sie achteten eher darauf WIE sie etwas sagten, statt darauf, WAS sie sagten.

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