Jesaja 63 (3)

Gottes Gericht über die Völker


Verse 4-6: „Denn der Tag der Rache war in meinem Herzen, und das Jahr meiner Vergeltung war gekommen. 5 Und ich blickte umher, aber da war keiner, der half. Und ich wunderte mich, aber da war keiner, der <mich> unterstützte. Da hat mein Arm mir geholfen, und mein Grimm, der hat mich unterstützt. 6 Und ich trat die Völker nieder in meinem Zorn und machte sie trunken in meiner Erregung, und ich ließ ihren Saft zur Erde rinnen.“

Es wird diesen Tag also geben, an dem das Maß voll ist. Es wird heutzutage in den Gemeinden nicht mehr gerne angesprochen, aber Gott wird in jedem Fall Gericht halten. Das ist nicht für alle Ohren angenehm zu hören. Vielmehr setzt man heute auf eine allgemeine Spiritualität. Aber Gott lässt sich nicht spotten: „Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht verspotten!“ (Galater 6,7) Mit etwas Spiritualität oder Religiosität ist es also nicht getan. Buße und Umkehr sind die Dinge, die Gott von uns erwartet. Das Gericht kann man zwar in den Gottesdiensten ausklammern, aber es wird kommen. Auch Jesus Christus macht daraus keinen Hehl: „Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen?“ (Matthäus 23,33). Und wenn wir Jesus auch noch so sehr weichspülen, so wird das nichts an seinem kommenden und sich auch bereits schon jetzt vollziehenden Gerichtshandeln ändern: „Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen„ (Markus 13,31).

Verse 7-14: Ich will die Gnadenerweise des HERRN bekennen, die Ruhmestaten des HERRN, nach allem, was der HERR uns erwiesen hat, und die große Güte gegen das Haus Israel, die er ihnen erwiesen hat nach seinen Erbarmungen und nach der Fülle seiner Gnadenerweise. 8 Er sprach: Fürwahr, mein Volk sind sie, Söhne, die nicht trügerisch handeln werden. Und er wurde ihnen zum Retter 9 in all ihrer Not. Nicht Bote noch Engel — er selbst hat sie gerettet. In seiner Liebe und in seinem Erbarmen hat er sie erlöst. Und er hob sie auf und trug sie alle Tage der Vorzeit. 10 Sie aber, sie sind widerspenstig gewesen und haben seinen heiligen Geist betrübt. Da wandelte er sich ihnen zum Feind: Er selbst kämpfte gegen sie.11 Da dachte man <wieder> an die Tage der Vorzeit, an Mose <und> sein Volk: »Wo ist der, der den Hirten seiner Herde aus dem Meer heraufführte? Wo ist der, der seinen heiligen Geist in ihre Mitte gab,



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