Bibelmarathon - Mathäus Kapitel 7 (8)

Klare Prinzipien - Kluge Entscheidungen


Eine falsch verstandene Gnadenlehre, die uns nicht fordert, außer uns ihrer zu vergewissern, wie einer Art Versicherungspolice, ist ein gefährlicher Irrweg. Dass es allemal der Gnade Gottes bedarf, um in sein Reich zu kommen, entbindet uns keine Sekunde davon, dem Bösen im eigenen Leben und um uns herum, erbittert Widerstand zu leisten.


22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? 23 Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!

Es ist ein Hammer, dass Jesus hier von Menschen redet, die aktiv in seinem Namen unterwegs waren, ja Zeichen und Wunder taten. Was heißt das denn? Punktuelle Frömmigkeit, euphorische Wellenbewegungen der Nachfolge, eine Nachfolge, die selektiv auf bestimmte Merkmale von Frömmigkeit setzt, aber andere vernachlässigt, Glaube, der theoretisch vorhanden ist, aber keine praktischen Auswirkungen hat, Glaube, der behäbig mit dem Strom der Zeit fließt, anstatt gegen ihren alles mitreißenden Strom anzuschwimmen, hat keine Zukunft. Jesus will unser ganzes Sein bestimmen. Wenn wir uns jetzt etwas beunruhigt fühlen, dann schadet das nicht. Im Gegenteil, darauf zielt Christus mit diesen Worten ab. Er sucht umfassende Ernsthaftigkeit des Glaubens.


24 Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. 25 Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. 26 Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. 27 Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein, und sein Fall war groß.

Das Gleichnis macht es über deutlich: Es geht nicht um das Haus, es geht um das Fundament. Was sind wir heute im christlichen Bereich so oft mit dem äußeren Rahmen beschäftigt, mit Kleidung, Schminke, Typberatung, Beleuchtung, Beschallung, Verpflegung, Gestaltung und Kreativität. Aber wie schwach auf der Brust ist oft unsere gegenseitige Ermahnung zu dem Eifer, ein stilles, Gott gefälliges Leben zu führen. Wir sind weithin auf einem falschen Weg unterwegs und bedürfen dringend einer Korrektur zu mehr Rechtschaffenheit, davon bin ich überzeugt!


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