Bibelmarathon - Mathäus Kapitel 7 (7)
Klare Prinzipien - Kluge Entscheidungen
Wir können uns gegen diese Feststellung auflehnen, in Wirklichkeit beweist die Aufzählung der Rechtfertigungen selbst, wie verdorben unsere Motive und unser Handeln eigentlich sind. Ein Großteil unserer Rechfertigungen beruht doch darauf, dass es schließlich andere gibt, die noch schlechter sind. Aber genau das beweist, dass auch unser Verhalten eben nicht „gut“ ist. Das „Gutmenschentum“ ist der größte Selbstbetrug. Jesus ruft: Werde ehrlich vor dir selbst und dann mach dich auf den ehrlichen Weg. Der ist heilsam, sinnvoll, erfüllend, beglückend, aber nicht leicht.
15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
Weil der Mensch sich so gerne selbst betrügt, sind ganze Heere von Scharlatanen unterwegs, die uns in unserer Verirrung nach Kräften bestärken. Sie kommen als religiöse Gestalten daher oder als Politiker, als Naturwissenschaftler, als Filmemacher, als Psychologen, Pädagogen, Soziologen oder Ökonomen. Wer Menschen in ihren falschen Wegen bestärkt und noch vorantreibt, der ist ein falscher Prophet, wer er auch sei. Lasst uns endlich wieder Mut fassen, sie als solche zu enttarnen.
16 An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? 17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte. 18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.
Was sind gute Früchte? Alles, was den Menschen zum Besseren fördert. Paulus hat sie in einer unübertroffenen Liste der Früchte des Heiligen Geistes zusammengetragen: „Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit…“ (Gal.5,22). Wer diese Tugenden bei sich und anderen fördert, bringt gute Früchte, wer sie verhindert, bekämpft und unterbindet, gleicht einem Baum mit übler Frucht.
19 Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 20 Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
Gott wird darauf achten, dass die schlechten Bäume verschwinden. Darum ist es wichtig, sich von ihnen bereits vorher zu distanzieren. Wir tun immer so, als wäre die Unterscheidung so fürchterlich schwierig, aber das ist sie nicht. Wir müssen nur hinsehen! Und wir müssen uns ehrlich eingestehen, inwieweit wir an dem Bösen, Hässlichen, Verdorbenen, Schmutzigen selbst beteiligt sind oder gar noch Gefallen daran haben.
21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.
Der aktive Widerstand gegen das Böse, Falsche, Schlechte, Perverse, gegen die Lüge, den Betrug, die Gemeinheit wird zur Eintrittskarte in den Himmel.
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