Bibelmarathon - Mathäus Kapitel 7 (6)

Klare Prinzipien - Kluge Entscheidungen


Damit wir auch in Zeiten, in denen Gott uns Bitten abschlagen muss und uns vielleicht sogar schwere Wege zumuten muss, weil es für unsere Zubereitung für die Ewigkeit anders nicht geht, nicht an Gott verzagen, ist es vor allem notwendig, sich im Dank gegen Gott richtig gehend zu üben: „Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!“ (Ps.103,2).


12 Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.

Der beste Weg zu einem vorbildlichen Handeln ist nach der „Goldenen Regel des Hillel“ zu handeln, wie man diesen Vers hier auch nennt. Sie ist so simpel wie effektiv. Wenn wir immer nach dieser Regel handeln würden, hätten wir sicherlich 90% aller Verhaltens- und Beziehungsfragen im Leben geklärt. Du sehnst dich nach Freundlichkeit, dann übe dich selbst darin. Du wünschst dir Kontakt, dann mach dich selbst auf den Weg zum Anderen. Du wärest gerne angerufen, dann nimm den Hörer einfach in die Hand. Du möchtest ernst genommen werden, dann vermittle anderen genau dieses Gefühl. Du freust dich über Großzügigkeit, dann gib mit vollen Händen!


13 Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen. 14 Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind's, die ihn finden!

Der Weg zu einem erfüllten Leben ist gar nicht so schwer zu finden. Schwer fällt es vielmehr, endlich den Entschluss zu fassen, ihn zu gehen und ihn dann auch wirklich zu beschreiten. Man spürt aus jedem Wort der Verse 13 und 14 sehr deutlich: hier ist Einsatz, Hingabe, Ehrlichkeit, Opferbereitschaft und Veränderungsbereitschaft gefordert. Der Weg des geringsten Widerstandes ist einfacher, wir sagten es bereits. Die Verlockung ist groß: „Es lügt doch jeder mal…; ich hol mir nur, was mir zusteht…; die Kirschen in Nachbars Garten schmecken halt so süß…; einmal ist keinmal:…; es machen doch alle …; solange man nicht übertreibt…;“ sind einige der gängigen Selbstrechtfertigungen.

Während wir es noch sagen, wissen wir bereits, dass es nicht stimmt Bereits die erste Lüge zerstört meine Glaubwürdigkeit, bereits der erste Betrug vernichtet meine Bonität, bereits der erste Seitensprung bringt meine Ehe in äußerste Gefahr. Dass wir uns so schwer tun, den einzig richtigen Weg zu gehen, hat mit nichts anderem als mit jener Boshaftigkeit, die uns durch und durch erfüllt, zu tun. Die Bibel gibt hier keinen Kredit „Das menschliche Herz ist böse von Jugend auf!“(1.Mo.8,21).


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