Bibelmarathon - Mathäus Kapitel 4 (8)
Showdown - Auftrag angenommen
23 Und Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk. 24 Und die Kunde von ihm erscholl durch ganz Syrien. Und sie brachten zu ihm alle Kranken, mit mancherlei Leiden und Plagen behaftet, Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte; und er machte sie gesund. 25 Und es folgte ihm eine große Menge aus Galiläa, aus den Zehn Städten, aus Jerusalem, aus Judäa und von jenseits des Jordans.
Die Predigt des Evangeliums bildet die Grundlage für die Mission Jesu. Wir müssen das immer wieder festhalten. Sehr oft muss im Vorfeld der Predigt aber die elementarste Not angegriffen werden, um ein Hören auf das Evangelium überhaupt erst zu ermöglichen. Diese Lektion lernte ich bei meinem ersten Besuch in einem Bergstammdorf in Nord- Thailand. Das Dorf war einmal durch seinen Bürgermeister für Jesus begeistert worden. Als dieser bei einem tragischen Unfall ums Leben kam, riss der Kontakt zu den Christen im Tal ab und das Dorf wurde nicht mehr besucht. Nach Jahren war ich mit einigen Mitarbeitern wieder dorthin gekommen, um die Menschen geistlich zu stärken. Wir riefen sie zum Gottesdienst zusammen, aber es wurde die kürzeste Predigt meines Lebens. Sie waren so krank, so unterernährt, so elend, so mit Geschwüren übersät, dass sie der Predigt gar nicht folgen konnten. Und wir hatten kaum irgendetwas an Medizin oder Lebensmitteln dabei, um sie zu versorgen. Wieder zurück, erzählte ich das einem befreundeten Arzt. Der ermutigte mich dazu, selbst zu handeln. Er stellte mir einen Grundbestand von Medikamenten zusammen, zeigte mir einige grundsätzliche Untersuchungsmethoden, ermunterte mich, Schwerkranke in sein Krankenhaus zu bringen und nannte mir Lebensmittelkonzentrate, die den Schwächsten verabreicht werden konnten. Von da an hielt ich bei meinen Besuchen dort immer erst „Arztpraxis“ auf dem Markplatz und dann Gottesdienst.
Viele fragen: Stehen medizinisches Wissen und das Hoffen auf göttliches Eingreifen unvereinbar einander gegenüber? Nein, sie ergänzen sich; denn auch die Fähigkeit des Menschen, Krankheiten zu verstehen, Medizin zu betreiben und Wirkstoffe zu finden und anzuwenden, ist eine Gabe von Gott. Der Sohn Gottes war an der Erschaffung aller Dinge beteiligt. Er hatte ein Studium der Medizin oder der Pharmakologie nicht nötig, aber wir dürfen auf beides, auf Jesus und auf ärztliche Kunst unsere Hoffnung setzen.
ENDE Matthäus, Kapitel 4
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