Bibelmarathon - Mathäus Kapitel 3 (6)
Stimme aus der Wüste - Klartext
„Bla, bla bla…“ mag mancher sagen. Gut. Das muss Johannes und jeder andere Verkündiger des Wortes Gottes in Kauf nehmen. Dass die Botschaft jedoch ergangen ist, beraubt den Menschen um seine letzte Ausrede. Wenn er sich vor Gott für seine Ablehnung des Christus verantworten muss, kann er nicht mehr behaupten: „Es hat mir ja keiner etwas gesagt.“
Auch die verbale, rein äußerliche Hinwendung zu Christus, wenn sie nicht von einer sichtbaren Veränderung der Lebenseinstellung in allen Bereichen begleitet wird, reicht nicht aus. Frucht ist gefordert. Sie wird auf drei Ebenen gesucht:
1. In Gedanken: die sind nicht frei. Nicht alles was der Mensch denken kann, soll von ihm auch bis zu Ende reflektiert werden.
2. In Worten: Gedanken werden zu Worten. An etlichen Stellen in der Bibel (z.B. Jakobus 3) wird eine Selbstkontrolle der Zunge gefordert.
3. In der Tat. Es muss in den Handlungen eines Menschen deutlich werden, nach welchen Maßstäben er lebt. In seinem Buch „Bestie Mensch“ macht der österreichische Kriminal-Psychologe Thomas Müller deutlich, dass man an den Handlungen eines Menschen, wenn man sie systematisch analysiert, seine Motive und damit schließlich auch seinen Vorsatz zu kriminellem Verhalten nachweisen kann.
Es stimmt. Gott ist gnädig. Er vergibt. Wir dürfen wieder neu anfangen; dennoch muss es zu sichtbaren Veränderungen kommen. Das eine schließt das andere nicht aus. Neben den Niederlagen, die auch das Leben eines Christen begleiten, müssen doch auch konkrete Früchte des Glaubens sichtbar werden, muss es doch auch Siege im Kampf gegen das Böse in unserm Leben geben, sonst stimmt etwas nicht in der Ernsthaftigkeit unserer Gottesbeziehung.
11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen. 12 Er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.
Gott fordert nichts von uns, was er uns nicht vorher bereitstellen würde. Das eingetaucht werden in den Heiligen Geist stellt die Voraussetzung für ein geistlich fruchtbares Leben dar. Je mehr Raum wir dem Geist Gottes in unserem Leben einräumen, umso mehr Veränderung wird er bewirken. Das geschieht ohne Krampf als eigenständiges Ereignis.
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