Bibelmarathon - Mathäus Kapitel 28 (3)

Wende und Schussfahrt - Jetzt oder nie


Die Wachen sind nicht nur überfordert, sie sind ohne jede Bedeutung. Gott sitzt im Regiment. Das zu begreifen, verschafft Menschen Gelassenheit, auch mitten in Chaos und Verfolgung. Wenn Jesus sagt: „Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts mehr tun können.“ (Lk. 12,4), dann hat er genau diese Tatsache im Auge.

3 Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. 4 Die Wachen aber erschraken aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot.

„Ewigkeit in die Zeit, leuchte hell hinein!“ heißt es in einem alten Lied. Hier geschieht es. Die Lichtwelt Gottes wird sichtbar. Blendgranaten werden heute eingesetzt, um Terroristen zu überrumpeln. Wie nahe ist die Bibel doch immer wieder am realen Leben.


5 Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. 6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat;

Die Botschaft des Engels ist nüchtern. Weder euphorisch, noch geheimnisvoll und ohne jeden Pathos spricht er zu den Frauen am Grab. Er beginnt mit dem Trost, weil er weiß, dass die Nerven der Frauen durch die Ereignisse der letzten Tage bereits auf das Äußerste angespannt wurden. Fürchtet euch nicht! Wie tröstlich ist es in solch einer Situation, wenn man versichert bekommt, dass der andere versteht und weiß, wie einem jetzt zumute ist.
Auch in dem Gebrauch der Worte „den Gekreuzigten“ zeigt sich diese Fürsorge. Für die Frauen ist er das ja noch, obwohl er eigentlich schon der Auferstandene ist.

„Er ist nicht hier.“ Bei den Toten werdet ihr ihn nicht mehr finden. Das Grab wird nie mehr sein Platz werden. Er ist auferstanden. Seine Vorhersagen haben sich erfüllt. Nun ist nicht mehr das Wort der Propheten das Maßgebliche, sondern das Seine.

„Kommt und seht die Stätte“. Weil wir Menschen Raum-Zeit-Wesen sind, brauchen wir zu bestimmten Ereignissen auch bestimmte Orte. So wie für Trauernde zum Abschied nehmen ein Grab hilfreich ist, um sich des erlittenen Verlustes langsam bewusst zu werden, so wird den Frauen hier das Grab gezeigt, um sie ganz langsam erfassen zu lassen, was es mit der Auferstehung auf sich hat.

7 und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er auferstanden ist von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.

Mit der Zuordnung des Geschehens werden Energien frei gesetzt, die den Frauen ermöglichen, mit neuem Schwung ans Werk zu gehen.
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