Bibelmarathon - Mathäus Kapitel 28 (2)
Wende und Schussfahrt - Jetzt oder nie
Da war das Abendmahl mit seinen Jüngern, der schändliche Verrat des Judas, die Gebetsschlacht in Gethsemane, die Gefangennahme, die Horrorverhandlung vor dem Hohenpriester, die jämmerliche Unrechtssprechung durch den mächtigsten Mann in Palästina, die Misshandlung durch die heidnischen Soldaten, die Kreuzigung, die Verhöhnung durch alle Welt und das Verlassensein durch Gott, der erlösende Schrei und die begeleitenden Zeichen der Natur, die Öffnung des Allerheiligsten, die Grablegung, die erste Nachtwache der Frauen und schließlich die Sicherung des Grabes durch römische Soldaten.
Es folgte der Sabbat, die gnädige Ruhe Gottes, für alle Beteiligten. Es ist gut, sich in der Einhaltung einer guten Festtagsruhe zu üben. Sie bringt wieder zu Kräften, gerade in extremen Stresssituationen wie dieser. Anlass zu der Frage: Gibt es bei uns eigentlich noch eine richtige Festtagsruhe, oder verwechseln wir Freizeitstress mit Sonntagsruhe? Hat nicht ganz viel Mangel an Belastbarkeit damit zu tun, dass wir das dritte Gebot missachten? Es ist jedenfalls bemerkenswert, dass selbst in der Passion der Sabbat eingehalten wird und wir werden sehen, dass das besonders für die Jesusleute extrem wichtig war.
Der erste Tag der Woche, das signalisiert Neubeginn. Es wird immer wieder von einigen gefragt, ob es nicht Sünde ist, dass Christen den Sonntag feiern. Es ist vor allem die Denomination der Siebenten Tags Adventisten, die dieses Thema immer wieder aufgreift. Ellen G. White, die Gründerin der Adventisten, greift auf eine Vorstellung zurück, die offenbar auf eine alte rabbinische Lehre zurück geht, in der es heißt, wenn alle Juden ein einziges Mal den Sabbat vollkommen halten würden, dann käme der Messias. Aus Matthäus 25 wissen wir, dass es für den Tag der Wiederkunft Jesu keinerlei Faktoren gibt, die dem Menschen zur Vorherbestimmung dieses Ereignisses zur Verfügung stehen.
Schon sehr früh beginnt die junge Kirche damit, den Tag der Auferstehung als den neuen “Sabbat“ zu begehen. Wenn wir das betrachten, was Jesus über den Sabbat sagt, so ist ihm vor allem wichtig, dass der Mensch einen Ruhetag hat, an dem er in besonderer Verbindung zu Gott und zu seinem Nächsten steht. Wichtiger als die Frage nach Sabbat oder Sonntag erscheint mir daher, ob es für uns überhaupt noch solche heilsamen Ruhezeiten gibt. Schließlich tut die Wirtschaft alles dafür, die letzten Bastionen der Ruhe durch die verkaufsoffenen Sonntage endgültig dem freien Markt zu opfern.
2 Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.
Dieselben Erscheinungen, die den Tod Jesu begleiteten, begleiten auch seine Auferstehung.
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