Bibelmarathon - Mathäus Kapitel 25 (12)

So viel Talent - So wenig erreicht


37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben, oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen, oder nackt und haben dich gekleidet? 39 Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? 40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Die Reaktion der Heiligen ist nachdenkenswert. Sie haben ihren eigenen Edelmut nicht einmal bemerkt. Jesus war so sehr Herr in ihrem Reden, Denken und Tun, dass ihnen das Richtige so selbstverständlich war, dass es ihnen überhaupt nicht auffiel. Sie hatten getan, was ihnen Jesus innerlich wichtig machte, nämlich ohne Ansehen der Person dort zu helfen, wo es gerade nötig ist.


41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 42 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. 43 Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen, und ihr habt mich nicht besucht. 44 Dann werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. 46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.

Wieder taucht der dicke rote Faden des Matthäus-Evangeliums vor uns auf: Tu es! Der Rückzug der Gemeinde in die Frömmigkeitspflege ist ebenso gefährlich wie ihre Assimilation im Diesseits. Jesus macht es im hohepriesterlichen Gebet (Joh.17) ganz klar: Er will uns nicht im Rückzug aus der Welt sehen, sondern bei fröhlichem Wirken in der Welt.


ENDE Matthäus, Kapitel 25
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