Bibelmarathon - Mathäus Kapitel 25 (11)

So viel Talent - So wenig erreicht


Dazu fällt mir ein, was von König Christian X von Dänemark berichtet wird. Am Tag, als die deutschen Besatzer in Dänemark die Kennzeichnung der Juden durch den Judenstern einführen wollten, ritt der König morgens demonstrativ selbst mit einem Judenstern an der Uniform aus seinem Palast, was dazu führte, dass in Windeseile unzählige Kopenhagener dasselbe taten, und somit eine Aussonderung der Juden auf diesem Weg nicht möglich war.


34 Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! 35 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen. 36 Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.

Interessanterweise sind es nicht die religiösen Übungen, die bei der Unterscheidung von Gut und Böse im göttlichen Gericht den Ausschlag geben, sondern das soziale Verhalten. Glaube ohne Barmherzigkeit ist eine Philosophie. Gemeinde ohne Diakonie ist eine rituelle Vereinigung. Unser Glaube und unsere Tat korrespondieren miteinander. Sie gehören zusammen:

- der Ruf zur Umkehr und die Bekämpfung des Hungers
- die persönliche stille Zeit und die Versorgung des Durstigen mit frischem Wasser
- die Sammlung der Heiligen und die Gastfreundschaft gegen Fremde
- das Streben nach persönlicher Heiligung und das Einkleiden der Bedürftigen
- die eigene innere Heilung durch Jesus und die Pflege der Kranken
- die innere Befreiung von Sünde und die bewusste Hinwendung zu den Gefangenen in Ketten

Jesus zählt diese Punkte sehr bewusst auf, denn das eine ist Spiegelbild des anderen.

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