Bibelmarathon - Mathäus Kapitel 24 (4)

Weltuntergang - Nur Sektengeschwätz?


Ihre gigantischen Bauwerke sind Ruinen, ihre scheinbar grenzenlose Kraft ist zerrieben, ihre Waffen verrostet, ihre Angst einflößende Macht hat der Wind hinweg getragen. Warum? Weil Gott für ein jedes Volk Raum und Zeit, Grenzen und Einfluss bestimmt. So lehrt Paulus eindeutig dazu: „Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen…“ (Apg. 17,26). Wer die Geschichte kennt weiß, dass keine menschliche Macht sich auf Dauer halten kann.

Geschichte wird von Menschen gestaltet, verläuft aber exakt in den Bahnen, die Gott ihr gibt: „Tut Gelübde dem HERRN, eurem Gott, und haltet sie! … der den Fürsten den Mut nimmt und furchtbar ist unter den Königen auf Erden.“ (Ps. 76,12-13) Und: „Der HERR schaut vom Himmel und sieht alle Menschenkinder. 14 Von seinem festen Thron sieht er auf alle, die auf Erden wohnen. 15 Er lenkt ihnen allen das Herz, er gibt Acht auf alle ihre Werke.“ (Ps. 31,14-15) In unserer jüngsten Geschichte haben wir es doch selbst miterlebt. Wer hätte denn gedacht, dass die gewaltige Macht der Sowjetunion so schnell zerfallen würde. Es geschah vor unseren Augen und kaum einer hätte es je für möglich gehalten. Selbst Christen waren überrascht.

Obwohl den Jüngern, genau wie uns, die Geschichte von Elisa und seinem Knecht bekannt ist, in der sie sich einer erdrückenden feindlichen Übermacht gegenüber sahen und Gott sie seiner Macht vergewissert, benötigen wir es bis heute, dass wir gegenseitig füreinander beten, wie es Elisa für seinen Knecht tat: „Und Elisa betete und sprach: HERR, öffne ihm die Augen, dass er sehe! Da öffnete der HERR dem Diener die Augen, und er sah, und siehe, da war der Berg voll feuriger Rosse und Wagen um Elisa her“ (2. Kön. 6,17). Es ist diese unsichtbare Macht, auf die Jesus verweist, wenn er zu Petrus bei seiner Gefangennahme sagt: „Oder meinst du, ich könnte meinen Vater nicht bitten, dass er mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schickte?“ (Matth. 26,53).


3 Und als er auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger zu ihm und sprachen, als sie allein waren: Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?

Jetzt dämmert den Jüngern, dass mit dem Schicksal des Jesus von Nazareth das Schicksal der ganzen Welt verbunden ist. In der Auseinandersetzung mit den Mächtigen geht es letzten Endes um die Auseinandersetzung mit der Macht, die hinter ihnen steckt, mit dem Fürsten der Welt, dem Satan. Und es wird ihnen bewusst, dass Jesus von Ereignissen kosmischen Ausmaßes spricht. Die spannende Frage, die uns heute noch genauso beschäftigt, ist die Frage: wann?


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