Bibelmarathon - Mathäus Kapitel 24 (10)

Weltuntergang - Nur Sektengeschwätz?


„Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, zuchtlos, wild, dem Guten feind, Verräter, unbedacht, aufgeblasen. Sie lieben die Wollust mehr als Gott; sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie; solche Menschen meide! Zu ihnen gehören auch die, die sich in die Häuser einschleichen und gewisse Frauen einfangen, die mit Sünden beladen sind und von mancherlei Begierden getrieben werden, die immer auf neue Lehren aus sind und nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können" (2.Tim.3, 2-7).

Das Ergebnis dieser Überprüfung fällt meines Erachtens jetzt schon katastrophal aus. Es ist gut, die Warnung Jesu sowohl wörtlich, als auf Jerusalem bezogen, als auch geistlich, auf das Erscheinungsbild der Gemeinde hin ernst zu nehmen und zu prüfen.


17 und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinunter, etwas aus seinem Hause zu holen; 18 und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, seinen Mantel zu holen.

Die große Bedrängnis. In Daniel 12 und Offenbarung 14 ist von einem Zeitabschnitt die Rede, der die „große Trübsal“ genannt wird. Es gibt heute viele Ausleger, die der Auffassung sind, dass diese Prüfungszeit erst nach der Entrückung der Gemeinde Jesu, für die, die sich dann bekehren werden, eintritt. Von der Entrückung erfahren wir in der Bibel nur an einer Stelle: 1.Thess. 4.
Gerade weil Jesus im Matthäus-Evangelium keinen Anlass für eine solche Hoffnung gibt, halte ich es für dringend geraten, dass sich alle Christen auf eine Zeit der Bedrängnis einstellen sollten. Wenn Gott es dann anders macht, umso besser. Im Rahmen dieser Bedrängnis wird es zu Situationen kommen, in denen schnelle Entscheidungen getroffen werden müssen. Sie werden vor allem aber auch eine Fähigkeit erfordern; nämlich die „loszulassen“!


19 Weh aber den Schwangeren und den Stillenden zu jener Zeit! 20 Bittet aber, dass eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat.

Flucht. Es ist offensichtlich wichtig, dass Christen in ihre Familien- und Lebensplanung auch diese Option mit einbeziehen und bedenken. Das ist nicht einfach und es darf auf keinen Fall zu der Auffassung führen: „Am besten ist es, gar keine Kinder mehr in die Welt zu setzen“. Für Christen bedeutet die Auseinandersetzung mit solchen Szenarien lediglich, durch das Hören auf die fürsorglichen Ermahnungen Jesu nicht von möglichen negativen Entwicklungen in der Geschichte überrascht zu werden.

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